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Firma Biasion - seit 50 Jahren eine pelzige Angelegenheit

Pelze zählen seit Menschengedenken zu den beliebtesten Kleidungsstücken. Während sie die Eiszeitmenschen vor dem Erfrieren retteten, schmückten Hermelin, Zobel und Fell in den letzten Jahrhunderten Könige und Kaiser.

Bereits in der jüngeren Steinzeit war Pelz ein wichtiges wärmendes und schmückendes Kleidungselement. Schon die älteste erhaltene Pelzbekleidung, die des Manns vom Eis, Ötzi weist fortgeschrittene, heute noch verwendete Elemente und Techniken auf. Das Kürschnerhandwerk war dicht verbreitet. Trotz der Unreinheit ihres Handwerks (Umgang mit Fellen toter Tiere) gehörten Kürschner in Europa zu den angesehensten und ratsfähigen Handwerkern.

Die Kürschnerfamilie Biasion beschäftigt sich seit 1959 mit dem Entwurf von Modellen von Pelz- und Lederkonfektionen und der Verarbeitung von Fellen zu Pelzen, der Ausstattung von Kleidungsstücken mit Fellen und Pelzteilen, sowie mit der Pflege und Aufbewahrung von Pelzen. Das Hauptaugenmerk wird auf das fast ausgestorbene Handwerk gelegt, welches ausschließlich in der eigenen Werkstätte ausgeübt wird. Arbeiten auf Maß genauso wie Umarbeitungen und Modernisierungen von Pelzmänteln und -Jacken, große und kleine Reparaturen, Pelzspezialreinigungen sowie das Kombinieren von Pelzen mit den neuen Mixmaterialien sind ihre Stärke.

Martin Biasion hat vom Vater Günther den Betrieb Anfang 2006 übernommen und wurde bereits 1998 Obmann der Berufssparte der Kürschner im LVH. "In der heutigen Zeit ist Design und modische Stilsicherheit als Kürschner gefragt, sowie die Herstellung von Kleinpelzen wie Stolas, Pelzkappen und -Mützen oder Taschen", so der Firmeninhaber Martin Biasion.

In den 80er Jahren wurden Pelztierfarmen und damit verbundene Kürschnerbetriebe kritisiert und angegriffen, Protestaktionen von Tierschützern, die das Recht auf die Nutzung von Tieren generell bestritten, haben eine neue Zeit eingeleitet. Veränderte Konsumgewohnheiten wie der Siegeszug der Freizeitmode auch bei festlichen Anlässen, eine erhebliche Marktsättigung nach der Massenproduktion in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die Fokussierung auf den Nerzpelz als Statussymbol, der Konkurrenzdruck der Billiglohnländer und nicht zuletzt eine Reihe sehr warmer Winter führte zu einer deutlichen Reduzierung der Kürschnerbetriebe.

In Bozen bleibt die Firma Biasion weiterhin die richtige Adresse wenn es pelzig wird und passt sich auch in Zukunft an die Trends der Zeit an, aber bleibt am Pelz.


Guenther Biasion | MwSt.-Nr./P.I. 01189070210 | biasion.guenther@lvh.it Powered by LVH